Lokal/städtisch

Der Gesundheitsladen München e.V. arbeitet mit vielen lokalen Akteuren im Gesundheitsbereich zusammen. Gemeinsam werden regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen Themen/Problemen in der Münchner Gesundheitsversorgung organisiert. Siehe hierzu auch die Seite "Vernetzung".

„Städtische Gesundheitspolitik 2026/2032 hautnah – Sie sind gefragt!“ - Stadträt*innen stellten sich den Fragen des Publikums

05.02.2026

Am 29. Januar 2026 fand zur bevorstehenden Kommunalwahl in München eine öffentliche Diskussion zur städtischen Gesundheitspolitik statt. Eingeladen hatten der Gesundheitsladen München e. V., Bürger für unser Münchner Stadtklinikum (BuMS), Kritische Medizin München, die Liste Demokratischer Ärztinnen und Ärzte (LDÄÄ) sowie die ver.di-Vertrauensleute der München Klinik. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen „Ambulante und stationäre Versorgung, Pflege, Prävention und Gesundheitsförderung“.

Nach der Begrüßung durch Kerstin Barth, Geschäftsführerin des Gesundheitsladens, stellte Moderator Florian Stein die anwesenden Stadtratskandidat*innen vor: Michael Dzeba (CSU), Stefan Jagel (Die Linke), Barbara Likus (SPD) Angelika Pilz-Strasser (Bündnis 90/Die Grünen) und Fritz Roth (FDP). Anschließend beantworteten die Kandidat*innen die Leitfrage, welche zwei gesundheitspolitischen Maßnahmen sie im Falle einer Wahl in die Stadtregierung als Erstes umsetzen würden. 

Michael Dzeba (CSU) hob die finanzielle Stabilisierung der München Klinik als Voraussetzung für eine krisenfeste Daseinsvorsorge hervor und plädierte für neue Wege in der Pflege, etwa durch Wohnangebote und Kita-Plätze für Pflegepersonal.

Stefan Jagel (Die Linke) betonte eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, eine Stärkung von Gesundheitsprävention im öffentlichen Raum sowie die Notwendigkeit, die soziale Spaltung zwischen Arm und Reich zu überwinden; selbstverständlich für ihn ist der Erhalt der München Klinik als kommunal getragene Klinik. 

Barbara Likus (SPD) sprach sich für eine vorausschauende, würdevolle und an den Wünschen der Betroffenen orientierte Versorgungsplanung von Menschen im letzten Lebensabschnitt aus und plädierte für einen breiten Ausbau von Schulungen in Erster Hilfe und Basic Life Support für alle Bevölkerungsgruppen. 

Angelika Pilz-Strasser (Grüne) stellte den Zusammenhang von Klimaschutz und Gesundheit in den Focus und möchte München als gesunde Stadt weiterentwickeln, forderte den Ausbau der GesundheitsTreffs und der Gesundheitslots*innen und sieht die Notwendigkeit den Weg der Transformation in der München Klinik zu gehen. 

Fritz Roth (FDP) problematisierte die strukturelle Verteilung der Ärzte in München und das Fehlen von (Fach) Ärzt*innen in den Münchner Randbezirken trotz bestehender Überversorgung im gesamten Stadtgebiet sowie den Abbau bürokratischer Hürden durch eine Digitalisierung des Formularwesens.
Die lebendige Diskussion an den Infotischen im Anschluss machte das große Interesse der Anwesenden an der zukünftigen Ausrichtung der kommunalen Gesundheitspolitik deutlich und war von Fragen der Finanzierung, Zugänglichkeit, Solidarität und sozialen Gerechtigkeit geprägt.
Eine weitere Dokumentation der Ergebnisse und Themen der Bürger:innen folgt.
Adelheid Schulte-Bocholt

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