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„Lärm trennt“

Liebe Müchnerinnen und Münchner,


haben Sie schon mal versucht, sich in einer viel befahrenen Unterführung zu verständigen,
ein Gespräch in einer Diskothek zu führen oder sich im Biergarten bei Blasmusik zu unterhalten? „Lärm trennt“ – so auch der diesjährige Slogan der bundesweiten Aktion „Tag gegen Lärm“.

Lärm trennt nicht nur, er schädigt auch. Das Ohr kann durch eine lautstarke Dauerberieselung beeinträchtigt werden. Gespräche sind bei lauten Hintergrundgeräuschen anstrengend oder fast nicht möglich; schwerhörige Menschen sind ausgeschlossen. In lauten Klassenzimmern leidet die Konzentration, das Lernen wird schwieriger, besonders dann, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist.


Vor allem Straßenlärm nehmen wir als massive Beeinträchtigung unserer Lebensqualität wahr. Um hier entgegen zu wirken, hat die Landeshauptstadt München das Instrument der Lärmminderungsplanung in die Hand genommen.
Um punktgenau agieren zu können, hat sie zunächst Lärmkarten erstellt und anhand dieser Karten 24 Untersuchungsgebiete identifi ziert. Für jedes Untersuchungsgebiet wird nun ein Lärmaktionsplan erstellt. Dies geschieht unter der intensiven Beteiligung der betroffenen Münchnerinnen und Münchner. In Bürgerforen und über Internet-Fragebögen konnten sie im zweiten Halbjahr 2010 ihre Anregungen und Vorschläge zur Lärmminderung einbringen.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt wertet derzeit all die eingegangen Vorschläge aus. Wenn alles nach Plan geht, wird Ende 2011 der Stadtrat über den ersten Lärmaktionsplan für die Landeshauptstadt München entscheiden.
Maßnahmen, die dann möglicherweise ergriffen werden, reichen von Schallschutzfenstern über einen verbesserten Verkehrsfluss oder die Reduzierung der Geschwindigkeit bis hin zu baulichen Veränderungen. Wir alle können jedoch selbst mit rücksichtsvoller Fahrweise und Umstieg auf das öffentliche Verkehrsnetz, Rad oder die eigenen Füße zur Lärmminderung beitragen.


Der „Tag gegen Lärm“ bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich umfassend über die Themenfelder Hören, Lärm und Schutz der Ruhe zu informieren und sich auch selbst zu engagieren.


Joachim Lorenz
Referent für Gesundheit und Umwelt