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Grußwort des Referenten für Umwelt und Gesundheit

Liebe Münchnerinnen und Münchner,

„Kostbare Ruhe – teurer Lärm“ unter diesem Motto stellt der bundesweite „Tag gegen Lärm“ in diesem Jahr das Thema Lärm in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.


Wir wissen: Lärm schadet, macht krank und beeinträchtigt die Lebensqualität.
Lärm wird als die Umweltbelastung Nummer eins gesehen; die Bevölkerung fühlt sich vor allem durch Straßenlärm gestört. Gleichzeitig wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht müde darauf hinzuweisen, wie sehr Lärm in der Schlafenszeit den Menschen und damit seine Gesundheit belastet. Langfristig soll demnach der Beurteilungspegel
nachts vor dem Fenster eines Schlafraums einen Grenzwert von 40 dB(A) nicht überschreiten. Als Zwischenziel wird die Einhaltung von 55 dB(A) empfohlen. Dies entspricht etwa der Lautstärke eines normalen Gesprächs. Leider werden diese Werte an Münchner Straßen oft weit überschritten.


Um Europäische Vorgaben im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie zu erfüllen, aber auch um sich einen  berblick über die Lärmbelastung zu verschaffen, hat die Landeshauptstadt München Lärmkarten erstellt und unter www.muenchen.de/laerm veröffentlicht.
Mit Hilfe dieser Karten haben wir Gebiete identifiziert, in denen besonders viele Menschen hoher Lärmbelastung ausgesetzt sind und für die vorrangig Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Einige konkrete Maßnahmen sind schon beschlossen und werden umgesetzt: So werden Straßenabschnitte mit lärmmindernden Fahrbahnbelägen saniert und ein Schallschutzfensterprogramm ist in Vorbereitung. Finanziert wird hier vor allem über das bundesweite Konjunkturförderprogramm II. Für Schallschutzfenster stellt die Stadt zudem in den nächsten drei Jahren jährlich 300.000 € zur Verfügung.
Weitere Maßnahmen werden in einem Lärmaktionsplan untersucht.
So könnte z.B. vermehrt Tempo 30 eingeführt oder der motorisierte Individualverkehr in Straßenabschnitten eingeschränkt werden. Über eine strukturierte Öffentlichkeitsarbeit sollen hier Münchnerinnen und Münchner in die Debatte und Planung notwendiger Lärmschutzmaßnahmen einbezogen werden.


Gerne habe ich wieder die Schirmherrschaft für den »Tag gegen Lärm« übernommen, bietet er Ihnen doch eine sehr gute Möglichkeit, sich über das breite Spektrum Hören, Schutz der Ruhe und Lärm zu informieren und dabei zu engagieren.


Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt